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Mittwoch, 19.09.2018
Geschichtliches zur Gemeinde Badenhausen
Der Rat der Gemeinde Badenhausen beschloß im Jahre 1960, ein Gemeindewappen entwerfen zu lassen. Mit dieser Aufgabe wurde der Heraldiker Krieg betraut. Das Wappen sollte Symbole aus der geschichtlichen Vergangenheit von Badenhausen enthalten, aber auch Symbole mit einem Gegenwartsbezug.

Wappen der Gemeinde Badenhausen
Wappen der Gemeinde Badenhausen
Mit dem Ort Badenhausen ist die Geschichte der auf dem Pagenberg gelegene "Hindenburg" eng verbunden. Die Burg wird 1152 urkundlich erwähnt. Sie stand immer wieder im Mittelpunkt kriegerischer Auseinandersetzungen und ist seit etwa 1492 aufgegeben. Die Erinnerung an die "Hindenburg" wird im Wappen durch den Turm, einen Bergfried, wachgehalten und symbolisiert.
Der "Posthof", von 1704 bis etwa 1808 Station der Thurn- und Taxischen Reitpost, zeugt von der Lage Badenhausens an wichtigen Verkehrswegen, besonders aus dem thüringisch-sächsischen Raum nach Norden. Der "Posthof" war Relaisstaion, hier wurden unter anderem die Pferde gewechselt. Um 1844 wurde eine "Postexpedition" eingerichtet, deren Nummernstempel heute einigen Sammlerwert besitzen. Durch das goldgeschnürte Posthorn im Wappen soll an diese große Post-Tradition von Badenhausen erinnert werden.
Die Gipswerke, deren Gründung 1804 erfolgte, waren eine wichtige Industrie für Badenhausen. Durch den silbernen Berg wird die Gipsindustrie in das Wappen einbezogen.
Mit dieser Begründung beschloß der Gemeinderat am 15. August 1961 das Wappen für die Gemeinde Badenhausen.

Badenhausen wird in einer Schenkungsurkunde Otto I. vom 2. Oktober 968 erstmals urkundlich als "Badenhusen" erwähnt. In dieser Urkunde schenkt Kaiser Otto I. der Kirche "Sankt Mauritius" in Magdeburg unter anderem
"... unser Eigengut, das wir in Badenhusen bis zum heutigen Tag besaßen. ..."
Es ist jedoch davon auszugehen, dass das Badenhausen jener Zeit weiter westlich des heutigen Dorfes lag, vor dem "Breiten Anger".
Die Namensform "Badenhausen" odern "Badenhusen" bleib seit der erten urkundlichen Erwähnung fast unverändert. Es war lediglich zwischenzeitlich eine Lautverschiebung zu "Bodenhusen", unter anderem im Jahre 1238, erfolgt.

Die Ortsteile Oberhütte und Neuehütte erlebten ihre Blütezeit im 16. Jahrhundert. Die Gnadenverschreibung der Herzogs Bernhard von Wolfenbüttel - Lüneburg aus dem Jahre 1429 für vier Familien in Oberhütte läßt erkennen, dass es sich hier um den Wiederaufbau einer alten Hüttenstelle an der Söse handelte. Diese Hütte war die "Uferhütte". Sie nutzte das im Möncheteich aufgestaute Wasser des Uferbaches.
Michaelis 1431 erteilte Herzog Otto der Einäugige, der letzte Herrscher des Hauses Göttingen, das Privileg für ein Hüttenwerk unter der Hindenburg, das bald den Namen "Neuehütte" erhielt.

Über 130 Jahre gehörte Badenhausen zum Landkreis Gandersheim. Mit der Auflösung dieses Landkreises verschwand auch sein Wappen.

Durch das sogenannte "Harzgesetz" kam Badenhausen im Zuge der Verwaltungs- und Gebietsreform am 30. Juni 1972 zum Landkreis Osterode am Harz. Gleichzeitig schloß sich die Gemeinde mit Gittelde, Eisdorf, Windhausen und Bad Grund (Harz) zur Samtgemeinde Bad Grund (Harz) zusammen.

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