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Sonntag, 21.01.2018
Geschichtliches zur Gemeinde Windhausen
Im Jahre 1971 befassten sich Rat und Verwaltung der Gemeinde Windhausen mit der Frage, ob für den Ort schon einmal ein Wappen vorhanden war. Nachforschungen ergaben jedoch keine Anhaltspunkte. Daraufhin beauftragte die Gemeinde den Heraldiker Wilhelm Krieg mit der Erarbeitung eines Wappenentwurfs. Windhausen erhielt daraufhin ein geschichtsbezogenes Wappen.
Der Rat der Gemeinde Windhausen beschloß das Wappen am 26. Juni 1972. Nachdem das Niedersächsische Staatsarchiv am 8. Januar 1973 den Wappenentwurf gebilligt hatte, erfolgte die Genehmigung des Wappens durch den Regierungspräsidenten in Hildesheim mit Schreiben vom 18. April 1973.


Wappen der Gemeinde Windhausen
Wappen der Gemeinde Windhausen
Das Gemeindewappen von Windhausen nimmt starken Bezug auf die Geschichte des Dorfes und der Burg Windhausen. Die goldenen Rosen im roten Feld sollen aus dem Wappen der Familie von Oldershausen stammen. Das ist zwar möglich, aber es ist die Frage, ob die Rosen richtig wiedergegeben sind. Im Wappen von Westerhof ist die Rose aus dem Wappen der Familie von Oldershausen mit fünf Blütenblättern dargestellt. Allerdings führten auch die Herren von Winthusen im Wappen unter einem Wolf drei Rosen.

Der rot gefütterte blaue Helm im goldenen Feld ist dem Wappen der Familie von Koch entnommen, die über Jahrhunderte das Rittergut in Windhausen besaß. Ihr Wappen eigte einen Turnierhelm aus der Barockzeit mit reichem Federschmuck und Zierkette.

Als erste urkundliche Erwähnung von Windhausen wird die Urkunde der Brüder Basilius von Windhausen und Gunzelin von Osterode aus dem Jahre 1234 angesehen. In dieser Urkunde verkaufen die Brüder neun Hufe ihrer Lehnsgüter in Mechthausen an die Frankenberger Kirche in Goslar. Die Gründung der Dörfer mit der Namensgebung "-hausen" wird im allgemeinen für das 4. bis 9. Jahrhundert angenommen. Windhausen ist möglicherweise das Gehöft eines "Winifred" gewesen, dessen Name dann abgeschliffen wurde.
Windhausen kam nach dem Erlöschen der Geschlechts derer von "Winthusen" im 14. Jahrhundert zunächst an die Herren von Medem. Medem war ein Dorf zwischen Northeim und Sudheim.
In einer Urkunde aus dem Jahre 1338 verzichten die Brüder von Medem zugunsten des Ludolf von Oldershausen un seines Sohnes Johann auf

"... das Theil des huses thu wynthuß dat hern Ludolfes van Medem unse veddern hadde geweset ..."

Die Herren von Oldershausen traten 1499 einen Dritteil von Windhausen an die Herren von Gittelde ab. Im Jahre 1566 war Hans von Gittelde Mitbesitzer des Dorfes Windhausen.
Als die Gebrüder von Oldershausen 1590 den Familienbesitz unter sich aufteilten, wurden die "Dienste von Windhausen" dem Gut in Förste zugeordnet. Spätestens 1599 waren alle Anteile des herzoglichen Lehens an die Herren von Gittelde übergegangen.
Im Jahre 1638 starb das Geschlecht derer von Gittelde aus. Das Gut Windhausen ging zunächst an die Söhne des Wolfenbütteler Kanzlers Dr. Johann Jagemann über, die "... zwei Teile von Windhausen ..." 1647 an Oberst Johann Koch zu Herrhausen verkauften.
Johann Koch ließ 1655 die erste Kirche in Windhausen bauen. Er war damit auch Patron dieser Kirche St. Johannis. Er stiftete der Kirche eigenes Pfarrland, so dass Windhausen als selbständiges Pfarrdorf galt, was von der Familie Koch nach Belieben mit einer benachbarten Pfarre kombiniert werden konnte.
In dieser Zeit hatte Windhausen 107 Einwohner und 45 Wohngebäude. Am 9. Mai 1675 wurde Johann Koch durch kaiserliches Diplom geadelt und nannte sich fortan "von Koch".
Mit dem Lehnsbrief von 12. Januar 1705, den Herzog Anton Ulrich in Braunschweig ausstellte, erhielt Anton Ferdinand, Sohn von Johann von Koch, das Rittergut und das ganze Dorf Windhausen.
Das Rittergut hatte 222 Morgen zehntfreien Acker, eine Schäferei und etwa 200 Morgen Wald. Die Gesamtflur des Dorfes trug 758 Morgen. Davon gehörten dem Amt Stauffenburg 82 Morgen.
Im Jahre 1863 erwarb die Gemeinde Windhausen das Rittergut von dem Erben derer von Koch für 75.000 Taler.

Windhausen gehörte bis 1972 zum Landkreis Gandersheim. Im Zuge der Verwaltungs- und Gebietsreform kam Windhausen am 1. Juli 1972 zum Landkreis Osterode und bildet seitdem mit Bad Grund (Harz), Eisdorf, Gittelde und Badenhausen, die Samtgemeinde Bad Grund (Harz).
Das Rathaus der Samtgemeinde Bad Grund (Harz) wurde in den Jahren 1975 bis 1977 in Windhausen gebaut.

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